Städtisches Krankenhaus Dresden-Neustadt

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Schädigungsmuster der Hand


Auf Grund ihrer herausragenden Stellung und der anatomischen Besonderheiten bedürfen Erkrankungen der Hand – insbesondere Verletzungen – einer schnellen, effektiven und patientenorientierten individuellen Therapie. Es ist dabei zunächst bezüglich der Ursache der Funktionsstörung zu unterscheiden, auf die im weiteren kurz eingegangen werden soll:

1. Verletzungen:

Die häufigste Ursache sind Unfälle im Haushalt oder während der beruflichen Tätigkeit. Durch äußere Gewalteinwirkung können die Strukturen der Hand in unterschiedlicher Weise geschädigt werden:

Das initiale Schädigungsausmaß muss allerdings nicht dem späteren, endgültigen Umfang entsprechen. So können z.B. 90 Prozent einer Sehne durchtrennt sein, ohne das zunächst ein Funktionsverlust nachweisbar ist. Durch kulissenartige Verschiebungen der Weichteile sind bei Schnittwunden häufig die Verletzungen der tiefen Strukturen nicht sichtbar. Besonders unterschätzt werden bezüglich der Unfallfolgen Bissverletzungen, thermische Schädigungen oder chemische Substanzen. Das Ausmaß der Zerstörung der Weichteile besitzt eine hohen Stellenwert für das zu erwartende Heilverlauf.


2. posttraumatische Funktionsstörungen:


3. andere Erkrankungen:

Die Therapie richtet sich naturgemäß nach dem Schädigungsmuster, dem Zeitpunkt der Diagnosestellung und in enger Kooperation zum Patienten, der in der Nachbehandlungsphase durch die entsprechende Fortführung der begonnenen Rehabilitation wesentlich zum Therapieerfolg beiträgt. Den speziellen Anforderungen der Unfall- und Wiederherstellungschirurgie der Hand folgend können Grundsätze formuliert werden, wobei jeder Behandlungsfall individuell zu gestalten ist:

  1. genaue klinische Untersuchung und umfassende bildgebende Diagnostik
  2. frühest möglicher Therapiebeginn
  3. genaues Abwägen einer konservativen gegenüber operativer Therapie
  4. weichteilschonende Verfahren
  5. bei Gefäß- oder Nervenverletzungen Anwendung mikrochirurgischer Techniken
  6. übungsstabile Versorgung von Knochenbrüchen
  7. primäre Sehnenaht mit Übungsbehandlung nach Kleinert bei Sehnenverletzungen
  8. primäre Weichteildeckung, falls erforderlich frühzeitige plastische Deckung
  9. ergotherapeutische und physiotherapeutische Nachbehandlung einschließlich physikalischer Anwendungen
  10. Anstreben eines funktionell und kosmetisch guten Behandlungsergebnis
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letzte Aktualisierung: 10.05.2012