Städtisches Krankenhaus Dresden-Neustadt

Initiative Medizin Online

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Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS)

Eine Posttraumatische Belastungsstörung kann infolge eines oder mehrerer traumatischer Ereignisse auftreten. Seelische Traumatisierungen entstehen, wenn das Ausmaß der Bedrohung, die ein Mensch erlebt oder deren Zeuge er wird, die individuellen Bewältigungsmöglichkeiten überfordern. Dies geht mit Gefühlen von Hilflosigkeit, Ausgeliefertsein und Kontrollverlust einher sowie einer Erschütterung des Selbst- und Weltverständnisses. Ursachen von Traumatisierung können während des Lebens erlebte Arten krimineller, familiärer, sexueller und körperlicher Gewalt, aber auch Unfälle, Katastrophen, Kriegsereignisse, schwerwiegende medizinische Eingriffe sowie das Miterleben von Gewalt gegenüber nahen Bezugspersonen oder der plötzliche Verlust dieser sein.

Symptomatik

Die Symptomatik kann unmittelbar oder auch mit (z. T. mehrjähriger) Verzögerung nach dem traumatischen Geschehen auftreten und Monate, Jahre und Jahrzehnte (dann als chronisch-komplexe PTBS bezeichnet) bestehen bleiben. Die folgenden Symptomgruppen können in unterschiedlicher Ausprägung auftreten:

Symptome, die eine erzwungene Nähe zum Trauma herstellen (Intrusionen) 

Symptome, die Nähe zum Trauma vermeiden (Konstriktionen)

Symptome einer chronischen Übererregung


Manchmal entwickeln sich eigenständige Krankheitsbilder wie Angststörungen, depressive Störungen, somatoforme Störungen, dissoziative Störungen oder auch Suchterkrankungen auf dem Boden von traumatischen Erlebnissen. Es kann zu ausgeprägtem selbstschädigenden Verhalten mit Selbstverletzungen oder auch einem Risikoverhalten kommen. Menschen, die früh in ihrem Leben traumatischen Ereignissen ausgesetzt waren, entwickeln häufig Schutzmechanismen in Form von Fremdheitserleben gegenüber sich selbst oder der Umwelt, Gedächtnislücken oder Aufspaltungen der Person (verschiedene Arten von Dissoziation).

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letzte Aktualisierung: 10.05.2012