letzte Aktualisierung: 26.07.2014 Initiative Medizin Online

Suchtstation

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P5 Suchtstation

Leitende Oberärztin:Frau Dr. med. Theresa Glöckler
Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, Fachärztin für Neurologie, suchtmedizinische Grundversorgung
Telefon: 0351 856-6940
E-Mail senden
Stationsmanager:Frau Angelika Plaschke
Telefon: 0351 856-6950
Besuchszeiten:Montag bis Freitag 16.30 Uhr - 18.00 Uhr; Mittwoch 17.00 Uhr - 18.00 Uhr (alle 3 Wochen keine Besuchszeit, da Angehörigenrunde); Samstag, Sonntag und Feiertag 14.00 Uhr - 18.00 Uhr
Ausstattung:2-Bettzimmer; 3-Bettzimmer;
Details:

  

Kurzvorstellung

Seit mehr als 10 Jahren werden auf der Station P5 Patienten mit Alkohol- und Medikamentenabhängigkeit aufgenommen und entsprechend den Vorgaben der Psychiatrie-Personalverordnung (Kategorie S der PSYCH-PV: Suchterkrankungen) behandelt. Dafür stehen 16 Betten zur Verfügung. Behandlungsschwerpunkt ist dabei der qualifizierte Entzug / die Motivationsbehandlung (S1-Regelbehandlung). Intensivbehandlung (S2), Therapie Schwer- und Mehrfachkranker (S4) sowie Psychotherapie bei komorbiden affektiven Störungen oder Persönlichkeitsstörungen (S5) gehören ebenso zum Angebotsspektrum.


Behandlungsziele

  • Körperliche medikamentöse Entgiftung und Stabilisierung
  • Aufbau eines Krankheitsverständnisses bzw. einer Krankheitseinsicht
  • Erarbeitung einer Abstinenzmotivation
  • Befähigung zur Weiterbehandlung (ambulante/stationäre Rehabilitation, Kombitherapie, Suchtberatungsstellen, Selbsthilfegruppen)
  • Klärung sozialer Fragen
  • Delirbehandlung, Krisenbewältigung (speziell S2)
  • Verhüten von Verschlimmerung, Vermittlung in komplementäre Einrichtungen (speziell S4)
  • Umgang mit Gefühlen, Stresstoleranz (speziell S5)

 

Behandlungsvoraussetzungen und –organisation


Behandelt werden alkohol- und medikamentenabhängige Frauen und Männer, die mindestens 18 Jahre alt sind.
Voraussetzung für eine geplante Aufnahme ist ein Einweisungsschein des ambulanten Arztes und das Einverständnis des Patienten, die Suchtbehandlung zu absolvieren und die bestehende Stations- und Therapieordnung zu akzeptieren. Die Patienten sollten in der Lage sein, die Therapieangebote kognitiv zu erfassen.
Die Koordinierung der planbaren Aufnahmen übernimmt die Stationsschwester. Direktverlegungen aus der Notaufnahme, den Stationen unseres Krankenhauses oder anderer Kliniken erfolgen in der Regel nach ärztlicher Untersuchung bzw. Rücksprache.
Nach Detoxikation wird der Patient entsprechend seines psycho-physischen Zustandes in das Therapieprogramm integriert.
Kontraindikationen sind akute psychotische Zustände, akute Suizidalität, ausschließliche Drogensucht, schwerste hirnorganische oder internistische Erkrankungen.
Ansonsten stellt Komorbidität keine Kontraindikation dar, sondern ist sogar zunehmend die Regel.
Die Kosten werden im Allgemeinen von der Krankenkasse getragen.

 


Bitte beachten Sie unsere Hinweise zum Vorgehen bei stationärer Aufnahme!


Behandlungsmittel


Die Angebote beruhen auf einem integrativen Behandlungsansatz, der den physischen, psychischen und sozialen Faktoren der Suchterkrankung gerecht wird. 

  • Medizinische Diagnostik und Behandlung
  • Therapiegruppe zum Thema Sucht
  • Ärztliche Informationsgruppe
  • Psychotherapie unter Berücksichtigung suchtspezifischer Gesichtspunkte (u.a. Skillsgruppe zum Erwerb von Stresstoleranz-Skills)
  • Therapeutische Einzelgespräche
  • Interne Patientengruppen
  • Sozialarbeitergruppe
  • Angehörigenrunde
  • Vorstellung von Selbsthilfegruppen (SHG), Suchtberatungsstellen (SBB) und Suchtfachkliniken
  • Kontaktaufbau und Besuch einer Suchtberatungsstelle
  • Bewegungs- und Physiotherapie (z.B. Frühsport, Progressive Muskelentspannung)
  • Ergo- und Musiktherapie
  • Alltagspraktisches Training (z. B. gemeinsames Kochen)
  • Kognitives Training, Gehirnjogging
  • Freizeitangebote (z. B. Bowling, Wanderung zu den Elbschlössern)
  • Gartengruppe
  • produktive Freizeitgestaltung


Qualitätssicherung

  • Orientierung der Behandlungsziele an der Psychiatrie-Personalverordnung
  • Beachtung der Qualitätskriterien des Fachausschusses Stationäre Einrichtungen der Sächsischen Landesstelle gegen die Suchtgefahren, Mitarbeit im Fachausschuss
  • regelmäßige Teambesprechungen, Ober- u. Chefarztvisiten
  • Abschlussbefragung der Patienten (interne Evaluierung)
  • Qualifizierung der Mitarbeiter (z. B. Zusatzbezeichnung "Suchtmedizinische Grundversorgung" der Sächsischen Landesärztekammer)
  • Zertifizierung nach KTQ
  • Regelmäßige Treffen mit den SBB und weiteren in der Suchttherapie tätigen Kolleginnen und Kollegen (auf Stadtebene)


weitere Ansprechpartner

Stationsarzt
Tel.: 0351 / 8 56 69 41

Stationspsychologin
Tel.: 0351 / 8 56 69 76

Sozialarbeiterin
Tel.: 0351 / 8 56 69 77 oder 8 56 69 78

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