Erstes zertifiziertes Kompetenzzentrum für
Adipositas- und metabolische Chirurgie in Sachsen
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Seit dem 1. November 2011 trägt das Adipositaszentrum das |
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Kurzvorstellung
Mittlerweile ist jeder zweite Europäer übergewichtig und jeder fünfte fettleibig.
Die WHO hat daher die Adipositas als globale Epidemie eingestuft. Ursache der Erkrankung ist die Zufuhr von mehr Energie, als verbraucht wird. Vielfältige Gründe führen zu diesem Ungleichgewicht. Wesentlich ist jedoch der für den westlichen Lebensstil typische, nahezu unbegrenzte Nahrungszugang, verbunden mit
einem drastischen Rückgang der körperlichen Aktivitäten.
Unbehandelt führt die Adipositas zum Diabetes mellitus Typ 2, zu Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen, Schlafapnoe, Krebs und Gelenksarthrose. Diese Folgeerkrankungen bedeuten häufig eine starke Einschränkung der Lebensqualität und Lebenserwartung für die Betroffenen.
Diäten oder Hungerkuren bei ausgeprägter Adipositas sind in der Regel wenig erfolgreich. Der meist folgende Jojo-Effekt kann zu einer Gewichtszunahme bis über das Ausgangsgewicht hinaus führen.
Je höher das Ausmaß des Übergewichtes, desto geringer ist der Erfolg von Ernährungs- und Bewegungstherapie.
Unser Adipositaszentrum bietet für Betroffene eine ausführliche Diagnostik und Beratung.
Im interdisziplinären Team arbeiten Chirurg, Internist, Diabetologe, Psychologe und Ernährungsberater
an der für jeden einzelnen Patienten optimierten Therapie.
Wenn alle Möglichkeiten einer konservativen Behandlung ausgeschöpft sind, stellt ein chirurgischer Eingriff die effektivste und nachhaltigste Möglichkeit dar, das Körpergewicht dauerhaft zu reduzieren.
Nach sorgfältiger Indikationsstellung werden an unserem Adipositaszentrum weltweit etablierte moderne Verfahren angewendet.
Therapieverfahren
Das Maß für die Adipositas und deren Behandlungsbedürftigkeit bildet der Bodymaßindex (BMI).
Eine adipositaschirurgische Behandlung, wie
- Magenballon
- Magenband
- Schlauchmagen
- Magenbypass
kommt zur Anwendung bei:
- BMI > 40kg/m2
- BMI > 35kg/m2 mit Begleiterkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes mellitus, Schlaf-Apnoe, Schmerzsyndrom
Im Vorfeld werden
- endokrinologische Stoffwechselstörungen abgeklärt
- Kontraindikationen ausgeschlossen sowie
- konservative Behandlungsmaßnahmen ausgeschöpft (Psychotherapie, Ernährungsberatung und Bewegungstherapie im ambulanten und stationären Bereich)
Die Adipositas-Chirurgie kann zu einer dauerhaften Gewichtsreduktion führen.
Die Veränderung des Lebensstils ist aber in jedem Falle unabdingbar.
Behandlungspfad
Zu dem Erstgespräch sollten folgende Unterlagen vorliegen:
- Ernährungsprotokoll der letzen 4 Wochen
- Gewichtsverlauf
- Auflistung bisheriger Diätmaßnahmen
- Nachweise über eventuelle Kur-/Rehamaßnahmen
- Nachweise über sportliche Aktivitäten/Psychotherapien/Ernährungsberatungen
In der Regel wird nachfolgend ein stationärer Aufenthalt in unserer Stoffwechselabteilung zur Adipositasdiagnostik vereinbart.
Wenn die Empfehlung für ein chirurgisches Verfahren ausgesprochen wird, kann mit unserer Hilfe der Antrag auf Kostenübernahme bei der Krankenkasse gestellt werden.
Übersicht Behandlungspfade (PDF)
Bitte laden Sie hier die erforderlichen Formulare für das Erstgespräch herunter:
- Anleitung zum Ernährungstagebuch
- Ernährungstagebuch
- Fragebogen zu bisherigen Maßnahmen
- Fragebogen zum Gewichtsverlauf
Vor, während und nach dem chirurgischen Eingriff werden die Patienten durch unser Interdisziplinäres Adipositasteam betreut:
- OÄ Dr. med. Miriam Dreßler (E-Mail senden)
Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie - ChA Prof. Dr. med. habil. Tobias Lohmann,
DM Tillmann Wolf
Medizinische Klinik - Brita Baumert
Diplom-Psychologin - Tina Goldbach
Staatlich anerkannte Diätassistentin
Empfehlung:
Schließen Sie sich unserer Selbsthilfegruppe "Mollybetiker", der ersten Adipositas-Selbsthilfegruppe in Sachsen, an. Sie bietet Hilfe und Unterstützung bei der Bewältigung des Leidensdruckes Betroffener, der häufig mit Stigmatisierung und Isolierung einhergeht.











