Diabetisches Fußsyndrom
Derzeitig werden ca. 400.000 Amputationen jährlich bei Diabetikern durchgeführt. Diese Zahl ist sehr hoch und durch eine frühzeitige Therapie der Gefäßerkrankungen sicher vermeidbar. Die Therapie des diabetischen Fußsyndroms ist eine komplexe Behandlung von Veränderung des Gefäßsystems, der diabetischen Neuropathie mit Verlust des Schmerzempfindens, Therapie von Hautläsionen und deren sekundären Infektion sowie diabetischer Knochenveränderungen. Es ist daher die enge Zusammenarbeit der von Diabetologen, Angiologe, Radiologen Gefäß- und Unfallchirurg erforderlich.
Bei ca 30% der Diabetiker kommt es im Rahmen der Spätfolgen des Diabetes zu Gefäßveränderungen. Die Therapie erfolgt durch Revaskularisierung (Angioplastie oder Stentimplantation, Gefäßrekonstruktion), Infektsanierung bei Hautläsionen, sparsame Grenzonnenamputation im Intervall oder Ulcusdeckung nach Durchblutungsverbesserung, optimale diabetische Stoffwechselführung, Fußpflege, orthopädisches Schuhwerk. Jeder Diabetiker hat ein Recht auf den Erhalt seines Beines.










