Bezugspflege
Die Bezugspflege ist ein zusätzliches pflegerisches Instrument, das zur Unterstützung von Patienten dienen soll, welche strukturelle Schwierigkeiten haben. Es dient vor allem dazu, die therapeutischen Erkenntnisse in das reale persönliche Leben zu integrieren. Ein Mitarbeiter des Pflegeteams übernimmt während des Klinikaufenthaltes die psychosomatisch/ psychotherapeutisch orientierte Bezugspflege eines oder mehrerer Patienten. 1x/Woche findet dabei ein Bezugspflegegespräch statt (Dauer ca. 30-40 min). Bei Bedarf sind auch weitere Kurzkontakte möglich. Der Fokus ist vor allem auf verhaltenstherapeutische Strategien, Stress / Hochstressmanagement und Unterstützung bei der Selbstbeobachtung, gerichtet. In gemeinsamer Absprache zwischen dem Pflegeteam und dem Therapeutenteam prüfen wir vor Ort, ob eine Integration in das Bezugspflegesystem hilfreich ist.

Durch die eindeutige persönliche Zuordnung und Verbindlichkeit entwickelt sich eine planbare und nicht zufällige Beziehung zum Patienten. Durch die professionelle Grundhaltung des Pflegepersonals wird dem Patienten in der Bezugspflege vermittelt, dass man in ihn in seiner Person und seinem Verhalten akzeptiert, ihm valide begegnet und das ein echter Umgang mit ihm gepflegt wird. Die Bezugspflegekraft ist ein personales Gegenüber, ist Ansprechpartner, Berater und Vermittler. Bezugspflege ist im Kontext einer engen Zusammenarbeit in einem multiprofessionellen Teams etabliert.










